Prüfungsausschuss Bremen
für Sportbootführerscheine
und Funkzeugnisse
 

Sportbootführerschein Binnen

Bild: Sportbootführerschein BinnenDer Sportbootführerschein Binnen (Sbf Binnen) ist ein international gültiger Führerschein. Er wird als Pflichtführerschein benötigt, wenn man ein mit mehr als 3,68 KW motorisiertes Sportboot < 15 Meter Länge auf Binnenschifffahrtsstraßen führen will (Ausnahme Berlin). Er wird in allen Ländern als äquivalenter Führerschein für den Binnenbereich anerkannt. Es gibt die Versionen unter Motor, unter Segel oder als Segelsurfbrett.
Binnen, Theorie
Di. 16.03, 18:00 Uhr
Do. 25.03, 18:00 Uhr
Fr. 16.04, 18:00 Uhr
Di. 20.04, 18:00 Uhr

Eine Teilnahme an der Prüfung ohne vorherige Anmeldung ist nicht möglich. > Termine im Überblick <

 
Binnen, Theorie + Praxis
Sa. 13.03, 09:00 Uhr
So. 14.03, 12:30 Uhr
So. 18.04, 12:30 Uhr
So. 18.04, 12:30 Uhr

Eine Teilnahme an der Prüfung ohne vorherige Anmeldung ist nicht möglich. > Termine im Überblick <

 
Binnen, Praxis
Fr. 28.05, 14:00 Uhr
So. 13.06, 14:00 Uhr
So. 20.06, 15:00 Uhr
Fr. 25.06, 14:00 Uhr

Eine Teilnahme an der Prüfung ohne vorherige Anmeldung ist nicht möglich. > Termine im Überblick <

Voraussetzungen:

  • Mindestens 14 Jahre beim Sbf Binnen unter Segeln od. Segelsurfbrett
  • Mindestens 16 Jahre, bzw. 15 Jahre + 9 Monate alt am Tage der Prüfung beim Sbf Binnen unter Motor
  • Ärztliches Attest (Siehe rechts)
  • 1 Passbild (35x45mm, siehe Bundesdruckerei), mit Namen versehen
  • eine unbeglaubigte Kopie des Kfz-Führerscheins oder ein polizeiliches Führungszeugnis für Behördenzwecke (0) (Siehe rechts)

Weitere Infos entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt zum Führungszeugnis.

  • Erklärung zum Lastschriftverfahren
  • eine unbeglaubigte Kopie des Sportbootführerscheines See, wenn vorhanden. Dadurch wird die praktische Prüfung unter Motor beim Sbf Binnen erlassen. Beim Sbf Binnen unter Motor verringert sich bei dieser Teilprüfung die Prüfungsgebühr (Siehe unten).

Die Unterlagen müssen komplett 14 Tage vor der Prüfung unter Angabe eines verbindlichen Prüfungstermins (siehe Liste der Prüfungstermine) beim Prüfungsausschuss Bremen vorliegen.

Prüfungsgebühren:

Die Prüfungsgebühr setzt sich aus einer Gebühr für die Anmeldung, für die theoretische und praktische Prüfung unter Motor und eventuell Segeln oder Segelsurfen sowie die Ausstellung des Führerscheins zusammen. Dazu die Mehrwertsteuer, nach Aufwand die jeweiligen Kosten für die Bereitstellung der Prüfungsräume und Reisekosten der Prüfer. So kann eine Binnen Motor-Voll-Prüfung in Bremen z.B. insgesamt 61 Euro. Bei Teilprüfungen oder Wiederholungen sind die Beträge geringer, z.B. 41 Euro.

Binnen Segeln- + Motor- bzw. Surf-Prüfung mit Theorie und Praxis in Bremen z.B. insgesamt 68 Euro.

Der Prüfungsausschuss Bremen gibt für die jeweilige Prüfung unter (Wetzel@PA-Bremen.de) Auskunft über die Höhe dieser Kosten.

Ablauf der Prüfung

Der Ablauf der Prüfung für den Sportbootführerschein Binnen ist wie folgt:

1. Der Fragenkatalog für den Sportbootführerschein Binnen enthält vier Teile.

Der allgemeine Teil (A) beinhaltet 333 Fragen. Daraus wird die schriftliche Beantwortung eines Bogens aus 15 möglichen Fragebögen mit 24 Fragen erwartet. Es sind max. 45 Punkte erreichbar. Bei 45-36 Punkten kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden. Bei 35-30 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben Tag statt. Von 29-0 Punkten hat man nicht bestanden.

Der Motor-Teil (B) beinhaltet 68 Fragen. Daraus wird die schriftliche Beantwortung eines Bogens aus 15 möglichen Fragebögen mit 8 Fragen erwartet. Es sind max. 15 Punkte erreichbar. Bei 15-12 Punkten kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden. Bei 11-10 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben Tag statt. Von 9-0 Punkten hat man nicht bestanden.

Der Segel-Teil (C) beinhaltet 94 Fragen. Daraus wird die schriftliche Beantwortung eines Bogens aus 15 möglichen Fragebögen mit 15 Fragen erwartet. Es sind max. 30 Punkte erreichbar. Bei 30-24 Punkten kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden. Bei 23-20 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben Tag statt. Von 19-0 Punkten hat man nicht bestanden.

Der Surfteil (D) beinhaltet 98 Fragen. Daraus wird die schriftliche Beantwortung eines Bogens aus 5 möglichen Fragebögen mit 15 Fragen erwartet. Es sind max. 30 Punkte erreichbar. Bei 30-24 Punkten kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden. Bei 23-20 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben Tag statt. Von 19-0 Punkten hat man nicht bestanden.
Der Fragenkatalog Sportbootführerschein Binnen und die Fragebögen sind zum Üben im Buchhandel erhältlich.

Die Beantwortung der Fragebögen darf bei einem Teilbereich maximal 30 Minuten, bei zwei Teilbereichen maximal 60 Minuten und bei drei Teilbereichen maximal 90 Minuten bzw. bei vier 120 Minuten betragen.

Hat man noch keinen Sbf-Binnen, dann muss man den Teil A und den oder die Teile bearbeiten, welche(n) man erwerben möchte. Will man einen Sbf-Binnen erweitern, dann schreibt man nur den Teil der Erweiterung.

2. Bei der praktischen Fahrprüfung unterscheidet man den Teil unter Motor, den Teil unter Segeln und den Teil Surfen.

Bei allen Prüfungen wird die Kenntnis des Acht-, Kreuzknoten, Schot-, Pal-, Stopper-, Webleinen-, Roringsteks sowie von 2 halben Schlägen und Belegen einer Klampe vorausgesetzt. Fünf Knoten werden geprüft. Diese fünf müssen in korrekter Weise gesteckt werden.

Bei der Prüfung unter Motor wird das An- und Ablegen, das Fahren nach Schiffahrtszeichen und das Person-über-Bord-Manöver geprüft. Der Prüfer ist mit an Bord.

Bei der Prüfung unter Segeln wird das An- und Ablegen, das Fahren von Kursen und das Person-über-Bord-Manöver (meistens Beinaheaufschiesser) geprüft. Der Prüfer ist meistens nicht mit an Bord. Der SKS-Schein wird als praktische Segelprüfung anerkannt.

Bei der Surfprüfung muss nach dem Start eine Wende und eine Halse gefahren werden. Danach ein Notstopp mit Fallenlassen des Segels. Dabei darf man nicht ins Wasser fallen. Surfscheine anderer Verbände werden als praktische Surfprüfung anerkannt.

Bei den meisten Manövern bekommt man bei Fehlern einen zweiten Versuch. Wird beim Person-über-Bord-Manöver die Person überfahren oder der Motor nicht ausgekuppelt, so wird die Prüfung für den Bewerber als nicht bestanden gewertet.

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