Sportküstenschifferschein
Der
Sportküstenschifferschein (SKS) ist ein international gültiger
Führerschein. Er wird als freiwilliger Führerschein benötigt,
wenn man ein mit mehr als 3,68 KW (5 PS) motorisiertes Sportboot
auf Seeschifffahrts- und Seestraßen führen will. Viele Vercharterer
setzen diesen Schein voraus, um eine Yacht zu mieten. Der Geltungsbereich
ist die 12 sm-Zone. Es gibt die Versionen unter Motor oder unter
Segel und Motor. Voraussetzung ist der Sportbootführerschein
See.
| SKS Theorie | | | Di. 16.03, 16:30 Uhr | | | | | Fr. 16.04, 17:00 Uhr | | | | | Sa. 08.05, 10:30 Uhr | | | | | Fr. 28.05, 17:00 Uhr | | | | | Eine Teilnahme an der Prüfung ohne vorherige Anmeldung ist nicht möglich. > Termine im Überblick < | |
| SKS Praxis | | | Fr. 23.04, 11:00 Uhr | Nordsee | | | | Fr. 30.04, 11:00 Uhr | Nordsee | | | | Fr. 10.09, 11:00 Uhr | Nordsee | | | | Eine Teilnahme an der Prüfung ohne vorherige Anmeldung ist nicht möglich. > Termine im Überblick < | |
Voraussetzungen:
Die Unterlagen müssen
komplett 14 Tage vor der Prüfung unter Angabe eines verbindlichen
Prüfungstermins (siehe Liste der Prüfungstermine)
beim Prüfungsausschuss Bremen vorliegen.
Prüfungsgebühren:
Die Prüfungsgebühr
setzt sich aus einer Gebühr für die Anmeldung, für
die theoretische und praktische Prüfung unter Motor und eventuell
Segeln sowie die Ausstellung des Führerscheins zusammen. Dazu
die Mehrwertsteuer, nach Aufwand die jeweiligen Kosten für
die Bereitstellung der Prüfungsräume und Reisekosten der
Prüfer. So kann eine SKS-Theorie-Prüfung als erste Teilprüfung
in Bremen z.B. insgesamt 72 Euro kosten. Als zweite Teilprüfung
mit Ausstellung in Bremen z.B. ebenfalls 72 Euro. Bei Wiederholung
gelten entsprechend andere Beträge z.B. 45 Euro in Bremen.
Der Prüfungsausschuss
Bremen gibt für die jeweilige Prüfung unter (Wetzel@PA-Bremen.de)
Auskunft über die Höhe dieser Kosten.
Ablauf
der Prüfung
Der Ablauf der Prüfung
für den Sportküstenschifferschein ist wie folgt:
Die theoretische Prüfung
untergliedert sich in zwei Teile: einen Fragebogen und eine Kartenaufgabe.
1. Der Fragenkatalog
für den Sportküstenschifferschein (hier im Download) enthält
fünf Teile. Der Teil Navigation beinhaltet 118 Fragen.
Der Teil Schifffahrtsrecht beinhaltet 110 Fragen. Der Teil Wetterkunde
beinhaltet 101 Fragen. Der Teil Seemannschaft I beinhaltet 155 Fragen.
Der Teil Seemannschaft II beinhaltet 163 Fragen. Daraus wird die
schriftliche Beantwortung eines Bogens aus 15 möglichen Fragebögen
mit 30 Fragen. Es sind max. 60 Punkte erreichbar. Bei 60-39 Punkten
kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h.
man hat im Normalfall bestanden. Bei 38-33 Punkten wäre man
in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben
Tag statt. Von 32-0 Punkten hat man nicht bestanden.
Den Fragenkatalog
Sportküstenschifferschein kann man bei uns downloaden und
Übungsbögen sind im Buchhandel erhältlich.
Die Beantwortung des Fragebogens
darf maximal 90 Minuten betragen.
2. Für die Kartenaufgabe
muß der Bewerber die deutsche Übungskarte Nr. 30 und
die britische Übungskarte Nr. 1875 (beide Stand 2005) und das
Begleitheft aus 2005 für die Kartenaufgaben mit den entsprechenden
Auszügen aus der nautischen Literatur mitbringen. Daneben sind
die Karte I / INT I (Zeichen, Abkürzungen und Begriffe in deutschen
Seekarten) und ein nicht programmierbarer Taschenrechner zugelassen.
Zugelassen sind auch fertige Kurs- oder Gezeitenumrechnungsschemata.
Es wird eine Kartenaufgabe
aus nicht offengelegten Aufgaben mit 18 Fragen gestellt. Es sind
max. 30 Punkte erreichbar. Bei 30-20 Punkten kann von der mündlichen
Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden.
Bei 19-17 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung.
Diese findet am selben Tag statt. Von 16-0 Punkten hat man nicht
bestanden. Ähnliche Kartenaufgaben sind ebenfalls im
Buchhandel erhältlich.
Die Beantwortung der Kartenaufgabe
darf maximal 90 Minuten betragen.
Bei der praktischen
Fahrprüfung unterscheidet man den Teil unter Motor und
den Teil unter Segeln.
Bei beiden Prüfungen
wird die Kenntnis des Acht-, Kreuzknoten, Schot-, Pal-, Stopper-,
Webleinen-, Roringstek sowie von 2 halben Schlägen vorausgesetzt.
Fünf Knoten werden geprüft. Diese fünf müssen
in korrekter Weise gesteckt werden.
Bei der Prüfung unter
Motor wird das An- und Ablegen, das Fahren nach Schiffahrtszeichen
und das Person-über-Bord-Manöver auf einem Schiff von
etwa 10 m Länge (34 Fuß) geprüft. Der Prüfer
ist mit an Bord. Andere Prüfungsteile können Motorenkunde
oder Aufgaben am GPS bzw. nautischen Unterlagen sein.
Bei der Prüfung unter
Segel und Motor wird zu der Prüfung oben das An- und Ablegen,
das Fahren von Kursen und das Person-über-Bord-Manöver
unter Segeln geprüft. Der Prüfer ist mit an Bord. Bei
dem Person-über-Bord-Manöver werden das Standard-Manöver
mit einem Beinaheaufschiesser oder schwierigere Manöver gefordert
(Quick-Stop, Münchener Manöver, Beiliegen).
Bei den meisten Manövern
bekommt man bei Fehlern einen zweiten Versuch. Wird beim Person-über-Bord-Manöver
die Person überfahren oder der Motor nicht ausgekuppelt, so
wird die Prüfung für den Bewerber als nicht bestanden
gewertet.
Zusätzlich können verschiedene
Kenntnisse im Umgang mit Yachten geprüft werden. Hier zeigen
wir Ihnen ein komplettes
Prüfungsprotokoll mit den zur Prüfung gehörenden
Themen.
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